Herbst gemütlich machen – 12 warme Ideen
Draußen Nebel und Laub, drinnen Kerzenlicht und Tee – so wird der Herbst deine liebste Jahreszeit.
Wohlfühl-Karte
- Dauer
- 30 Min.
- Kosten
- € · Kostet wenig
- Jahreszeit
- Herbst
- Lesezeit
- 4 Min.
Nebel über den Feldern, Laub unter den Schuhen und abends eine Kerze im Fenster: Den Herbst gemütlich machen ist leichter, als man denkt – und fühlt sich wunderbar an.
Warum der Herbst so gut tut
Der Sommer will etwas von uns: raus, Grillen, Urlaub, Pläne. Der Herbst ist da viel nachsichtiger. Er sagt: Komm rein, setz dich, mach langsam.
Das ist keine Schwäche, das ist ein Rhythmus. Die Tage werden kürzer, also dürfen auch die Abende ruhiger werden. Die Dänen nennen dieses Gefühl Hygge, die Schweden machen Fika daraus – und wir machen es uns einfach gemütlich.
Drinnen: Licht, Duft und Wärme
Das Geheimnis eines gemütlichen Herbstzuhauses liegt nicht im Dekoladen, sondern in drei Dingen: warmes Licht, ein guter Duft und etwas Weiches.
- Kleine Lichtinseln statt Deckenlampe. Stehlampe, Lichterkette, ein paar Kerzen – sofort wirkt jeder Raum wärmer.
- Ofenäpfel. Äpfel aushöhlen, mit Nüssen, Rosinen und Zimt füllen, 25 Minuten in den Ofen. Die ganze Wohnung riecht nach Herbst.
- Die Kuscheldecken-Station. Eine Decke über jeden Sessel, eine in den Korb neben dem Sofa. Wer friert, greift einfach zu.
- Ein Topf Suppe für alle. Kürbis, Linsen, Kartoffel – Suppe ist das Umarmen in Essensform.
- Tee-Ecke einrichten. Ein Tablett mit Lieblingstassen, Honig und drei Teesorten. Kleiner Aufwand, große Wirkung.
- Herbstzweige in die Vase. Ein paar bunte Blätter, Hagebutten oder Kastanien vom Spaziergang – kostenlos und wunderschön.
Draußen: Raus, damit drinnen schön wird
Gemütlichkeit hat einen Trick: Sie wirkt am stärksten, wenn man vorher draußen war. Kalte Nase, rote Wangen – und dann der erste Schluck Tee.
- Der Laubspaziergang. Ohne Ziel, ohne Schrittzähler, nur rascheln. Ein Spaziergang ohne Ziel ist im Herbst besonders schön.
- Kastanien und Eicheln sammeln. Nicht nur für Kinder! Eine glatte Kastanie in der Jackentasche ist ein kleiner Handschmeichler.
- Waldbaden. Gerade jetzt, wenn der Wald nach feuchter Erde und Pilzen duftet, lohnt sich ein langsamer Gang zwischen den Bäumen. Mehr dazu in unserem Artikel über Waldbaden.
- Mittags ins Licht. Die Sonne ist kostbar geworden. Nimm die Mittagspause draußen, auch wenn es nur zehn Minuten sind.
Herbstabende, die man sich merkt
Die Abende sind jetzt lang – und genau das ist ihr Geschenk.
- Ein fester Lieblingsabend. Einmal pro Woche ein echter Wohlfühlabend: Telefon weg, Kerze an, das Buch, das schon so lange wartet.
- Spiele, Puzzles, Briefe. Ein Puzzle auf dem Esstisch, an dem jeder mal ein paar Teile legt. Oder du schreibst jemandem eine Karte – kleine Gesten, die im Herbst doppelt wärmen.
Und an Regentagen? Dafür haben wir eine eigene Sammlung mit Regentag-Ideen.
Wenn der Herbst schwer wird
Nicht jeder liebt den Herbst. Wenn es morgens dunkel bleibt, fühlen sich manche müde, antriebslos oder gedrückt. Das ist verbreitet und oft gut zu lindern: Tageslicht am Vormittag, Bewegung an der frischen Luft und regelmäßige Schlafzeiten helfen vielen. Spätestens nach der Zeitumstellung lohnt es sich, darauf zu achten.
Ausführlicher schreiben wir darüber beim Winterblues. Und ganz wichtig: Wenn die Traurigkeit über Wochen bleibt, sprich mit deiner Hausärztin oder ruf die TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 an – kostenlos und rund um die Uhr.
Gemütlich heißt nicht perfekt
Gerade im Herbst sieht man überall perfekt dekorierte Wohnungen mit Kürbissen auf jeder Treppenstufe. Schön anzusehen – aber kein Maßstab. Ein Herbststrauß aus dem Park, ein paar Äpfel in einer Schale, eine Wolldecke über dem Stuhl: Das reicht vollkommen. Und was nicht perfekt ist, wirkt oft sogar wärmer – die Japaner haben dafür ein schönes Wort: Wabi-Sabi.
Du brauchst keine Deko-Bilderstrecke und keinen neuen Sessel. Gemütlichkeit ist ein Gefühl, kein Einrichtungsstil. Eine Kerze, eine Decke, ein warmes Getränk und ein Mensch, mit dem du redest – oder eben eine Stunde ganz für dich.
Der Herbst nimmt uns das Licht und gibt uns dafür Kerzen, Decken und Zeit. Ein ziemlich guter Tausch, finden wir.
Der Herbst nimmt uns das Licht und gibt uns dafür Kerzen, Decken und Zeit.
Häufige Fragen
Wie mache ich es mir im Herbst gemütlich?
Warmes, gedämpftes Licht, weiche Decken, ein heißes Getränk und etwas, das nach Herbst duftet – mehr braucht es oft nicht. Dazu tagsüber kurz raus an die frische Luft, dann ist es drinnen doppelt schön.
Was kann man im Herbst Schönes machen?
Laub- und Pilzspaziergänge, Äpfel backen, Kürbissuppe kochen, Kastanien sammeln, Spieleabende und lange Leseabende mit Decke. Viele Herbstfreuden kosten fast nichts.
Was hilft gegen Herbstmüdigkeit?
Tageslicht am Vormittag, Bewegung an der frischen Luft und regelmäßige Schlafzeiten. Wer sich über Wochen niedergeschlagen fühlt, sollte das ärztlich abklären lassen.