Zeitumstellung im Oktober – sanft in die Winterzeit
Eine Stunde geschenkt – und mit ein paar lieben Kniffen kommen Körper, Kinder und Haustiere gut hinterher.
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Diesen Sonntag schenkt uns die Zeitumstellung eine ganze Stunde. Eine Stunde, die keiner verplant hat – lass uns schauen, wie du sie richtig schön nutzt.
Wann genau wird die Uhr umgestellt?
In der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026 endet die Sommerzeit. Um 3 Uhr springt die Uhr zurück auf 2 Uhr – die Nacht hat also 25 statt 24 Stunden.
Warum so früh im Oktober? Ganz einfach: Die Regel lautet „letzter Sonntag im Oktober“, und der fällt dieses Jahr eben schon auf den 25. Handy, Laptop und Funkuhr stellen sich von selbst um. Nur der Backofen, die Uhr im Auto und die alte Küchenuhr brauchen dich.
Kleine Merkhilfe, falls du jedes Jahr kurz grübelst: Im Herbst stellt man die Gartenstühle zurück ins Haus – und die Uhr eben auch zurück.
Wird die Zeitumstellung nicht abgeschafft?
Die Frage kommt jeden Herbst, und die ehrliche Antwort ist: noch nicht. Die EU-Kommission hat 2018 vorgeschlagen, das Hin und Her zu beenden, das EU-Parlament stimmte 2019 zu. Geplant war ein Ende bis 2021.
Dazu kam es nicht, weil sich die Mitgliedstaaten nicht einigen können, ob dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten soll. Seitdem liegt das Thema auf Eis, auch wenn einzelne Länder immer wieder anstoßen. Für dich heißt das: Zweimal im Jahr drehen wir weiter an der Uhr – und im Herbst ist das die freundlichere Variante.
Die geschenkte Stunde: Was du damit machen kannst
Viele merken die Extra-Stunde nur daran, dass sie am Sonntag irgendwie früh wach sind. Schade eigentlich! Ein paar liebe Ideen:
- Ausschlafen, ganz ohne schlechtes Gewissen. Der Wecker darf heute schweigen.
- Ein langsames Frühstück. Brötchen holen, Kerze an, Zeitung oder Buch – siehe auch unser langsames Frühstück.
- Ins Morgenlicht gehen. Weil es jetzt früher hell wird, ist ein kurzer Gang nach draußen am Morgen besonders wertvoll. Mehr dazu bei Morgenlicht.
- Eine Stunde nur für dich. Lesen, stricken, Musik hören. Dinge, für die sonst nie Zeit ist.
- Den Herbst begrüßen. Kuscheldecke raus, Kerzen auf den Tisch – Ideen findest du bei Herbst gemütlich.
Sanft für den Körper
Eine Stunde klingt nach wenig, aber die innere Uhr ist ein Gewohnheitstier. Manche fühlen sich ein paar Tage lang etwas neben der Spur, sind abends früher müde oder morgens zu früh wach. Das ist normal und geht meist nach wenigen Tagen vorbei.
Was hilft:
- Morgens Licht tanken: Tageslicht ist das stärkste Signal für deine innere Uhr. Ein kurzer Spaziergang oder das Frühstück am Fenster reichen schon.
- Abends nicht zu früh ins Bett: Wenn du ab Sonntag eine Stunde „zu früh“ müde wirst, halte ein bisschen durch – mit einer ruhigen Abendroutine statt Bildschirm.
- Regelmäßig bleiben: Feste Zeiten für Essen und Schlafen helfen dem Körper beim Umgewöhnen.
Und falls die dunkleren Abende dir in den kommenden Wochen schwer aufs Gemüt schlagen: Das kennen viele, und wir haben dazu einen eigenen Artikel über den Winterblues. Wenn die Niedergeschlagenheit länger bleibt, sprich bitte mit deiner Hausärztin oder ruf die TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 an – kostenlos und rund um die Uhr.
Kinder: Schritt für Schritt statt Sprung
Kleine Kinder lesen keine Uhr, sie haben ihren eigenen Takt. Nach der Umstellung wachen sie gefühlt eine Stunde zu früh auf – das Baby ist um 6 statt um 7 Uhr putzmunter.
Was viele Eltern machen: das Zubettbringen in kleinen Schritten verschieben, jeden Tag um 10 bis 15 Minuten später, über ein paar Tage verteilt. Auch Essen und Mittagsschlaf lassen sich so mitziehen. Und am Sonntagmorgen gilt: Wer früh wach ist, kuschelt eben früher. Ein Bilderbuch im Bett ist auch um sechs Uhr schön.
Haustiere: Der Hund hat keine Uhr, aber einen Magen
Hund und Katze richten sich nach Gewohnheit: Futter, Gassi, Spielen. Nach der Umstellung kommt alles für sie gefühlt eine Stunde zu spät – manche stupsen, maunzen oder warten schon an der Tür.
Tierschutzorganisationen raten deshalb, Fütterung und Gassigehen schon in der Woche vorher täglich um etwa zehn Minuten zu verschieben. Wer das verpasst hat: kein Problem, dann einfach jetzt in kleinen Schritten. Geduld und ein Extra-Kraulen helfen auch.
Und für dich selbst? Mach es dir so leicht wie deinem Hund: kleine Schritte, viel Licht, ein bisschen Nachsicht. Die Winterzeit darf ruhig gemütlich beginnen.
Eine Stunde, die niemand verplant hat – was für ein schönes Geschenk.
Häufige Fragen
Wann ist die Zeitumstellung 2026?
In der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober 2026. Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt – die Nacht hat also 25 Stunden.
Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt?
Im Herbst geht die Uhr eine Stunde zurück, du bekommst also eine Stunde mehr. Merkhilfe: Im Herbst stellt man die Gartenmöbel zurück ins Haus.
Wird die Zeitumstellung abgeschafft?
Bisher nicht. Die EU-Kommission hat die Abschaffung 2018 vorgeschlagen und das EU-Parlament 2019 zugestimmt, aber die Mitgliedstaaten konnten sich nicht auf eine dauerhafte Zeit einigen. Deshalb wird weiter umgestellt.