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Rituale

Abendroutine – sanft in die Nacht

Ein paar liebe Gewohnheiten, die dem Tag Tschüss sagen und dem Schlaf Hallo.

4 Min. LesezeitAktualisiert am von der Redaktion

Nahaufnahme: Ein Handy liegt abends umgedreht in einem kleinen Korb im Flur, daneben eine warme Lampe, Schlüssel und Lavendel
AbendroutineNahaufnahme: Ein Handy liegt abends umgedreht in einem kleinen Korb im Flur, daneben eine warme Lampe, Schlüssel und LavendelRituale · 45 Min. · Kostet nichts

Wohlfühl-Karte

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45 Min.
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ganzjährig
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4 Min.

Direkt zu „Probier’s heute“ Schlaf Ruhe Selbstfürsorge

Licht runter, Tee in die Hand, der Tag darf leiser werden: Eine Abendroutine ist wie ein liebevolles „Gute Nacht“, das du dir selbst sagst.

Warum Abende einen Übergang brauchen

Den ganzen Tag laufen wir auf Hochtouren – und dann soll der Kopf auf Knopfdruck abschalten? Das klappt selten. Zwischen Mails, Spülmaschine und Serienfinale fehlt oft ein Übergang.

Genau den schafft eine Abendroutine. Sie ist kein strenges Programm, sondern eine Reihe kleiner, vertrauter Schritte. Weil sie jeden Abend ähnlich ablaufen, versteht dein Körper mit der Zeit: Ah, jetzt wird es ruhig.

Auch Schlafmedizinerinnen empfehlen regelmäßige Zeiten und ein entspannendes Ritual vor dem Schlafen – als Teil dessen, was sie „Schlafhygiene“ nennen.

8 sanfte Schritte für deine Abendroutine

Du musst nicht alle machen. Such dir drei bis vier aus, die sich gut anfühlen.

  1. Ein fester Startpunkt. Leg einen Zeitpunkt fest, an dem der Abend beginnt – etwa eine Stunde vor dem Schlafen. Ein Wecker, der dich daran erinnert, darf ruhig sanft klingen.
  2. Licht dimmen. Deckenlampe aus, kleine warme Lampen an. Gedämpftes Licht ist das freundlichste Signal für „Feierabend“.
  3. Den Bildschirm verabschieden. Handy und Laptop eine halbe Stunde vor dem Schlafen weglegen – am besten in ein anderes Zimmer. Ja, auch das Nur-noch-kurz-Scrollen.
  4. Der Gedanken-Zettel. Schreib auf, was dich morgen erwartet und was noch im Kopf herumschwirrt. Was auf dem Papier steht, muss der Kopf nicht festhalten.
  5. Etwas Warmes. Ein Kräutertee, warme Milch mit Honig – oder ein Fußbad, das dich ganz nebenbei zum Sitzenbleiben bringt.
  6. Sanfte Bewegung. Ein paar langsame Dehnübungen, Schultern kreisen, tief atmen. Kein Sport – der darf früher am Tag stattfinden.
  7. Lesen auf Papier. Ein Roman, ein Gedichtband, ein Magazin. Etwas, das dich weit weg trägt, aber nicht aufregt.
  8. Drei schöne Dinge. Zum Schluss an drei Momente des Tages denken, die schön waren. Klein darf es sein: der erste Kaffee, ein Lachen, ein Sonnenstrahl.

Wenn die Gedanken nicht leise werden

Manchmal liegt man im Bett, und der Kopf fängt erst richtig an. Das kennen sehr viele. Was oft hilft:

  • Nicht kämpfen. Gedanken lassen sich nicht wegschieben. Bemerke sie freundlich – ah, da ist wieder die Sache mit der Arbeit – und kehr zum Atem zurück.
  • Kurz aufstehen. Wenn du nach einer Weile noch hellwach bist, steh auf und tu etwas Ruhiges im Dämmerlicht, bis die Müdigkeit kommt.
  • Den Gedanken-Zettel nutzen, den du am Abend geschrieben hast.

Mehr dazu haben wir in Gedankenkarussell stoppen gesammelt. Und wenn der Schlaf über Wochen schlecht bleibt, sprich mit deiner Hausärztin – das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von guter Selbstfürsorge.

Klein anfangen, freundlich bleiben

Die schönste Abendroutine ist die, die du auch an müden Tagen schaffst. Fang lieber mit zwei Schritten an als mit zehn. Und wenn ein Abend mal komplett anders läuft? Macht nichts. Morgen ist wieder ein Abend.

Ein kleiner Tipp: Häng die Abendroutine an etwas, das du ohnehin tust. Nach dem Zähneputzen kommt das Licht-Dimmen. Nach dem Tee kommt das Buch. So wird aus einer Idee ganz von selbst eine Gewohnheit.

Abendroutine mit Familie oder zu zweit

Auch wenn ihr zu mehreren wohnt, lässt sich eine Abendroutine gut einbauen. Bei Kindern ist sie ohnehin Gold wert: Baden, Zähneputzen, Vorlesen, Licht aus – Kinder lieben diese Verlässlichkeit.

Zu zweit kann daraus ein gemeinsames Ritual werden: zusammen einen Tee trinken, kurz vom Tag erzählen, dann jeder mit seinem Buch. Wichtig ist nur, dass jede und jeder auch ein bisschen eigene Ruhe findet.

Abends und morgens gehören zusammen

Wer gut in die Nacht geht, kommt oft auch leichter in den Tag. Feste Schlafenszeiten helfen beim sanften Aufwachen – gerade jetzt im Herbst, wenn die Zeitumstellung den Rhythmus durcheinanderbringt.

Und wenn du einmal pro Woche mehr Zeit hast, mach aus deiner Abendroutine einen ganzen Wohlfühlabend.

Der Tag darf jetzt gehen. Du hast genug getan. Gute Nacht.

Der Tag darf jetzt gehen. Du hast genug getan.
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Häufige Fragen

Was gehört zu einer guten Abendroutine?

Ein fester Zeitpunkt, gedämpftes Licht, weniger Bildschirm und etwas Ruhiges wie Lesen, Tee oder ein paar Dehnübungen. Wichtig ist, dass die Schritte dich entspannen und jeden Abend ähnlich ablaufen.

Wann sollte man mit der Abendroutine anfangen?

Etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen. So hat dein Körper Zeit, vom Tagesmodus in den Ruhemodus zu wechseln.

Was tun, wenn man trotz Abendroutine nicht schlafen kann?

Nicht ewig wach im Bett liegen, sondern kurz aufstehen und etwas Ruhiges im Dämmerlicht tun, bis die Müdigkeit kommt. Wer über Wochen schlecht schläft, sollte das ärztlich abklären lassen.