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Kleine Freuden

Sonntag allein – und richtig schön

Kein Besuch, keine Pläne, keine Verpflichtungen – nur du und ein ganzer Tag, der dir gehört.

4 Min. LesezeitAktualisiert am von der Redaktion

Eine Person radelt sonntagmorgens allein über eine ruhige Landstraße, im Korb ein Brot, in der Ferne ein Kirchturm
Sonntag alleinEine Person radelt sonntagmorgens allein über eine ruhige Landstraße, im Korb ein Brot, in der Ferne ein KirchturmKleine Freuden · jederzeit · Kostet nichts

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Direkt zu „Probier’s heute“ Allein Selbstfürsorge Zuhause

Der Wecker schweigt, niemand wartet, und der Kaffee darf so lange dauern, wie er will: Ein Sonntag allein kann einer der schönsten Tage der Woche sein.

Allein ist nicht gleich einsam

Für manche klingt „Sonntag allein“ erst mal nach leerer Wohnung und zu viel Stille. Gerade sonntags, wenn gefühlt alle anderen beim Familienbrunch sitzen.

Dabei steckt in einem freien Tag ohne Verabredungen etwas Kostbares: Zeit, die nur dir gehört. Keine Rücksicht, keine Kompromisse, kein „Was willst du denn machen?“. Du darfst einfach tun, worauf du Lust hast. Oder eben nichts.

Der Trick ist, den Tag wie eine Verabredung mit dir selbst zu sehen. Mit ein bisschen Vorfreude, ein paar kleinen Plänen – und viel Luft dazwischen.

Der Morgen: langsam und lecker

  1. Ausschlafen ohne Wecker. Wach werden, wenn du wach wirst. Und dann noch fünf Minuten liegen bleiben und aus dem Fenster schauen.
  2. Ein Frühstück nur für dich. Frische Brötchen, ein weich gekochtes Ei, die gute Marmelade. Deck den Tisch schön, auch wenn nur ein Teller draufsteht. Wie das geht, steht bei langsames Frühstück.
  3. Musik statt Nachrichten. Eine Platte, ein Lieblingsalbum, ein Radiosender mit ruhiger Musik. Die Welt kann bis Montag warten.

Der Tag: draußen und drinnen

  1. Ein Spaziergang ohne Ziel. Raus, losgehen, an jeder Ecke neu entscheiden. Kein Plan ist der Plan. Mehr Ideen dazu findest du beim Spaziergang ohne Ziel.
  2. Ein Ausflug ganz allein. Ein Museum, ein Café in einem anderen Viertel, ein Kino am Nachmittag. Allein ins Kino gehen ist herrlich: Du musst niemandem dein Popcorn abgeben.
  3. Etwas mit den Händen machen. Brot backen, eine Suppe kochen, ein Puzzle, Blumen umtopfen. Tätigkeiten, bei denen der Kopf ganz von selbst ruhig wird.
  4. Das Buch, das schon so lange wartet. Zwei Stunden lesen, am Stück, mitten am Tag. Fühlt sich fast verboten an – und ist genau deshalb so schön.

Der Abend: weich und warm

  1. Ein kleiner Wohlfühlabend. Kerze an, Decke raus, Lieblingsfilm. Oder ein Fußbad mit einem Tee daneben. Inspiration gibt's beim Wohlfühlabend.
  2. Einen lieben Menschen anrufen. Allein sein heißt nicht abgeschnitten sein. Ein Telefonat mit der besten Freundin oder den Eltern macht den Abend oft noch runder.
  3. Die Woche freundlich beginnen. Zum Schluss drei Dinge aufschreiben, die heute schön waren – und eins, auf das du dich nächste Woche freust.

Ein kleiner Plan hilft – aber nur ein kleiner

Ganz ohne Plan kann ein freier Sonntag manchmal zerfließen: Plötzlich ist es 16 Uhr, und man hat vor allem aufs Handy geschaut. Ein ganz grober Rahmen schützt davor.

Unser Vorschlag: Ein Anker für den Morgen, einer für den Nachmittag, einer für den Abend. Zum Beispiel: Frühstück mit Musik, Spaziergang zum See, Fußbad mit Buch. Alles dazwischen ist freie Zeit. Du darfst umplanen, streichen, verlängern – es ist ja dein Tag.

Und noch ein Tipp: Leg dir schon am Samstag etwas bereit. Die Brötchen im Gefrierfach, das Buch auf dem Sofa, die Spazierschuhe an der Tür. Dann fühlt sich der Sonntagmorgen an, als hätte jemand liebevoll für dich vorgesorgt. Und genau so ist es ja auch.

Wenn sich der Sonntag doch schwer anfühlt

Manche Sonntage sind trotzdem zäh. Das darf sein. Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, helfen oft schon kleine Schritte: raus an die Luft, unter Menschen in einem Café sitzen, jemandem eine Nachricht schreiben.

Sei dabei freundlich zu dir selbst – mehr darüber in unserem Artikel über Selbstmitgefühl. Und wenn das Gefühl von Einsamkeit dich über längere Zeit begleitet: Die TelefonSeelsorge ist unter 0800 111 0 111 kostenlos und rund um die Uhr für dich da. Auch sonntags.

Ein Sonntag, der dir gehört

Du musst an deinem freien Tag nichts schaffen. Keine Steuererklärung, kein Kleiderschrank-Ausmisten, kein Selbstoptimierungs-Projekt. Ein Sonntag allein darf einfach gemütlich, langsam und ein bisschen planlos sein.

Allein sein heißt nicht einsam sein. Manchmal heißt es einfach: endlich bei dir.

Allein sein heißt nicht einsam sein. Manchmal heißt es einfach: endlich bei dir.
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Häufige Fragen

Was kann man am Sonntag allein machen?

Ausschlafen und lange frühstücken, spazieren gehen, lesen, kochen, ein Museum besuchen, Musik hören oder ein Fußbad nehmen. Wichtig ist, dass du den Tag nicht vollpackst, sondern dir bewusst Gutes tust.

Ist es normal, sich am Sonntag einsam zu fühlen?

Ja, das kennen viele – gerade weil der Sonntag als Familien- und Paartag gilt. Ein kleiner Plan und ein kurzes Telefonat mit einem lieben Menschen helfen oft. Wenn Einsamkeit dich länger belastet, ist die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111 rund um die Uhr erreichbar.

Wie genieße ich Zeit allein?

Indem du sie als Verabredung mit dir selbst siehst: mit kleinen Freuden, die du sonst aufschiebst, und ohne den Anspruch, produktiv zu sein.

Wohlfühl-Tipps ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn dich etwas länger belastet, sprich mit deiner Hausarztpraxis – oder ruf die TelefonSeelsorge an: 0800 111 0 111 (kostenlos, rund um die Uhr).